Trockenlegung – warum sie entscheidend für die Bausubstanz ist
Feuchtigkeit im Mauerwerk ist kein optisches Problem, sondern ein strukturelles. Durch aufsteigende Feuchte, seitlich eindringendes Wasser oder mangelhafte Abdichtung verliert das Gebäude langfristig an Stabilität, Dämmwirkung und Wert. Putzabplatzungen, Salzausblühungen und Schimmel sind erste sichtbare Warnsignale – die eigentliche Schädigung beginnt jedoch im Inneren des Baustoffs.
Eine fachgerechte Trockenlegung greift die Ursache an, nicht nur die Oberfläche. Je nach Schadensbild kommen Injektionsverfahren, Horizontalsperren, Außenabdichtungen oder ergänzende Drainagesysteme zum Einsatz. Entscheidend ist eine systematische Analyse von Feuchtequelle, Mauerwerksart und Belastungssituation.
Ziel ist eine dauerhaft trockene Konstruktion – nicht nur kurzfristige Verbesserung. Nur wenn das Mauerwerk langfristig geschützt ist, bleibt die Substanz stabil, gesund und werthaltig.
Kelleraußenabdichtung
1. Untergrundvorbereitung & Freilegung
Jede dauerhafte Kellertrockenlegung beginnt mit der akribischen Freilegung des betroffenen Mauerwerks. Das Erdreich wird bis zur Fundamentsohle fachgerecht ausgehoben, gefolgt von einer gründlichen Reinigung der Außenwand. Alte, defekte Bitumenschichten, Erdreste und lose Bestandteilen müssen restlos entfernt werden. Nur auf einem porentief sauberen und tragfähigen Untergrund kann die neue Abdichtung eine unlösbare, kraftschlüssige Verbindung eingehen. Unebenheiten oder Ausbrüche im Mauerwerk werden in diesem Schritt mit mineralischem Dichtungsmörtel egalisiert, um eine homogene Fläche zu schaffen.
2. Ausbildung der Dichtungskehle
Der Übergangsbereich zwischen dem horizontalen Fundament (Sohle) und der vertikalen Kellerwand ist die kritischste Zone für Wassereintritt. Hier wird eine sogenannte Hohlkehle aus speziellem, wasserundurchlässigem Sperrmörtel fachgerecht ausgebildet. Diese Abrundung ist das Herzstück der Abdichtung: Sie verhindert, dass sich Wasser im 90-Grad-Winkel staut und durch hohen Wasserdruck in das Gebäude gepresst wird. Eine präzise Kehlenausbildung ist die Grundvoraussetzung für jede funktionierende Vertikalabdichtung.
3. Mehrschichtige Vertikalabdichtung
Auf das vorbereitete Mauerwerk wird die eigentliche Abdichtung in mehreren, aufeinander abgestimmten Schichten aufgetragen. Je nach Lastfall und Bodenbeschaffenheit kommen hochwertige, rissüberbrückende Bitumendickbeschichtungen (KMB) oder flexible mineralische Dichtungsschlämmen zum Einsatz. Diese Schichten bilden nach der Durchtrocknung eine nahtlose, elastische Schutzhaut. Sie versiegelt das Mauerwerk absolut wasserdicht gegen seitlich drückendes Wasser oder stauendes Sickerwasser und schützt den Keller dauerhaft vor Durchfeuchtung.
4. Schutz- & Dränschicht
Die frische Abdichtung ist empfindlich und muss beim späteren Verfüllen der Baugrube vor mechanischen Beschädigungen geschützt werden. Hierzu montieren wir eine spezielle Schutzlage, meist bestehend aus Noppenbahnen mit integriertem Filtervlies oder hochdruckfesten Perimeter-Dämmplatten. Diese Schicht übernimmt eine Doppelfunktion: Sie schützt die Abdichtungshaut vor Steinen im Erdreich und leitet anfallendes Wasser kontrolliert und druckfrei nach unten zur Drainage ab.
5. Installation des Drainagesystems
Um den Wasserdruck dauerhaft vom Gebäude fernzuhalten, wird im Fußpunktbereich ein fachgerechtes Drainagesystem installiert. Die Drainageleitungen werden in einem exakt berechneten Gefälle in einem Kiesbett verlegt und komplett mit einem Filtervlies umschlossen, um eine spätere Verschlämmung zu verhindern. Durch dieses System wird sichergestellt, dass Regen- und Grundwasser gar nicht erst gegen die Kellerwand drücken können, sondern sicher vom Gebäude weggeleitet werden.
6. Verfüllen & Oberflächenabschluss
Nach einer erfolgreichen Trocknungsprüfung der Abdichtung wird die Baugrube lagenweise mit frostsicherem Material verfüllt und maschinell verdichtet. Ein korrekter Oberflächenabschluss sorgt dafür, dass Oberflächenwasser künftig vom Gebäude weggeführt wird. Die fachgerechte Verdichtung ist entscheidend, um spätere Setzungen des Bodens zu vermeiden und die langfristige Stabilität der gesamten Abdichtungsanlage sowie der angrenzenden Außenanlagen zu gewährleisten.
1. Schadensanalyse & Untergrundvorbereitung
Bevor die eigentliche Abdichtung beginnt, erfolgt eine gründliche Analyse des Mauerwerks. Bestehende Altputze, lose Anstriche oder Salzausblühungen werden vollständig entfernt, bis das tragfähige Mauerwerk freiliegt. Dieser Schritt ist entscheidend: Nur auf einem offenporigen, sauberen Untergrund können die nachfolgenden mineralischen Systeme tief in das Mauerwerk eindringen und eine unlösbare Einheit mit der Wand bilden.
2. Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit
Bevor die eigentliche Abdichtung beginnt, erfolgt eine gründliche Analyse des Mauerwerks. Bestehende Altputze, lose Anstriche oder Salzausblühungen werden vollständig entfernt, bis das tragfähige Mauerwerk freiliegt. Dieser Schritt ist entscheidend: Nur auf einem offenporigen, sauberen Untergrund können die nachfolgenden mineralischen Systeme tief in das Mauerwerk eindringen und eine unlösbare Einheit mit der Wand bilden.
3. Vertikale Innenabdichtung (Dichtungsschlämme)
Auf die vorbereitete Wandfläche werden mehrere Schichten einer mineralischen Dichtungsschlämme aufgetragen. Diese Schlämmen sind druckwasserdicht und gehen eine feste Verbindung mit dem Stein ein.
Im Gegensatz zu einfachen Anstrichen hält dieses System auch von hinten drückendem Wasser (negativer Wasserdruck) stand. Es sorgt dafür, dass die Kellerwand von innen absolut trocken bleibt, selbst wenn von außen Feuchtigkeit gegen das Gebäude drückt.
4. Einbringen von Sanierputzsystemen
Nach der Abdichtung wird ein spezieller, hochporöser Sanierputz aufgetragen. Dieser Putz ist das „Herzstück“ für ein gesundes Raumklima im Keller.
Sanierputze haben ein extrem hohes Porenvolumen, in dem schädliche Salzkristalle schadfrei auskristallisieren können, ohne den Putz abzusprengen. Zudem bleibt die Oberfläche trocken und verhindert die Bildung von Kondenswasser und Schimmel.
5. Diffusionsoffener Oberflächenabschluss
Zum Abschluss erhält die Wand einen systemkonformen, hoch atmungsaktiven Anstrich (z. B. Silikat- oder Kalkfarben). Es ist zwingend erforderlich, dass keine absperrenden Farben verwendet werden.
Nur durch die Offenporigkeit kann die verbliebene Restfeuchte im Mauerwerk kontrolliert ablüften, während die Wandoberfläche optisch ansprechend und dauerhaft sauber bleibt. Das Ergebnis ist ein trockener, nutzbarer Kellerraum mit gesundem Klima.
KONTAKTIEREN SIE UNS
TELEFON
ABGEDECKTE GEBIETE
Augsburg
Pforzheim
Stuttgart
München
Landau
Frankfurt
